Wichtiger Sieg für Blue Volleys in Kriftel

Mit einem 3:1 (20;24;-23;25) Erfolg bei der TuS Kriftel haben sich die Gothaer alle Chancen auf ein echtes Hauptrunden-Endspiel am letzten Spieltag in Rottenburg erhalten.

Die Gothaer 2.Bundesliga-Volleyballer sind ihrem Ziel, nach Beendigung der Hauptrunde und vor den dann anstehenden Playoffs auf einem der beiden ersten Plätze zu landen, in Kriftel einen Riesenschritt näher gekommen. Mit einem Sieg im nächsten Heimspiel gegen Tabellenschlusslicht VC Juniors Frankfurt wäre für die Blue Volleys nicht nur der 2. Platz sicher sondern man hielte sich zudem noch alle Hoffnungen auf Platz 1 offen. Für Kriftel geht es in den letzten Spielen nun darum den vierten Playoff-Platz zu verteidigen.

In Kriftel traten beide Teams in Bestbesetzung an. Die Blue Volleys erwischten den besseren Start und bauten eine frühe Führung schrittweise aus. 18:8 hieß es kurz vor der Crunchtime. Das Spiel der Hausherren wirkte bis dahin nervös und fehlerbehaftet.

Angesichts des großen Punktevorsprungs wurden die Gothaer dann allerdings leichtsinnig. Im Angriff ließ man nun etliche Chancen liegen und die Eigenfehlerquote stieg. Ohne Not brachte man die Gastgeber dadurch nochmal ins Spiel. Mehr aber auch nicht, denn wenig später sorgte Ben Bierwisch, der diesmal wieder auf der Diagonalposition spielte, mit einem Angriff für den 25:20 Endstand.

Im folgenden Satz hatte sich die TuS gefangen und besser auf das Gothaer Spiel eingestellt. Die Hausherren waren jetzt in der Block/Feldverteidigung besser und konnten so viele Gothaer Angriffe entschärfen. Entsprechen ausgeglichen verlief in der Folge der Satz. Als die Gastgeber mit 17:16 in Führung gingen, nahm Gothas Trainer Robert Werner eine Auszeit, um wieder Ruhe in das Spiel seines Teams zu bekommen. Ein clever eingerollter Angriff von Bierwisch und erfolgreiche Angriffe Tim Wagner und Richard Werner sorgten dann beim Stand von 24:21 für gleich drei Satzbälle. Doch anstatt den „Sack“ zuzumachen, ließ man erneut beste Chancen liegen und verhalf so der TuS zum 24:24 Ausgleich. Mit einem Angriffspunkt von Kapitän Christoph Aßmann und einem starken Doppelblock brachten die Blue Volleys auch diesen Abschnitt dann doch noch erfolgreich über die Ziellinie.

Auch der 3.Satz sah zunächst eine stark aufspielende Gothaer Mannschaft. Beim Stand von 9:5 aus Gothaer Sicht schien vieles auf einen schnellen Gästesieg hinzudeuten. Doch erneut verloren die Blue Volleys ihre zuvor gezeigte klare Linie. Kriftel erkannte und nutzte seine Chance und glich aus. Die Begegnung war jetzt spannend aber nicht auf dem Niveau, das man von diesem Spitzenspiel erwartet hatte. Dafür unterliefen beiden Teams zu viele Eigenfehler. Sicherlich auch ein Ergebnis des Drucks, der angesichts der Tabellensituation auf beiden Mannschaften lastete.

In der Schlussphase aber schienen die Blue Volleys beim Stand von 22:19 das Spiel für sich entscheiden zu können. Gefährliche Aufschläge des Kriftler Diagonalangreifers Pascal Eichler gaben jedoch dem Spiel nochmal eine Wende. Fünf Punkte in Folge gingen an die Südhessen und Kriftel holte sich diesen Abschnitt noch mit 25:23.

Doch von diesem Satzverlust zeigten sich die Gothaer danach kaum beeindruckt, lagen schnell mit 5:1 vorn. Besonders Kapitän Aßmann ging mit etlichen gelungenen Angriffen voran. Auch die Annahme und Abwehr um Libero Len Spankowski standen stabil und gaben Hannes Krochmann viele Möglichkeiten im Zuspiel.

Auf der anderen Netzseite war es Alexander Filippidis, Zwillingsbruder von Gothas Jean-Christophe, der mit guten Angriffen gefiel und später zum MVP gewählt wurde.

Leider folgte bei den Gothaern zur Satzmitte hin, wieder eine Phase, in der nicht konsequent genug agiert wurde. Häufig benötigte man mehrere Anläufe zu Punktgewinnen oder überließ diese nach längeren Ballwechseln den Kriftlern.

Trainer Ro. Werner begründete das auch damit, dass man aus dem verlorenen Hinspiel Konsequenzen gezogen habe. „Damals unterliefen uns zu viele Fehler, weil wir zu hektisch agierten. Wir wollten heute diese Fehler vermeiden und waren dadurch manchmal etwas zu zaghaft.“

Bei den Blue Volleys kamen in dieser kritischen Situation Dominik Ducháč für Ri. Werner und Daniel Ridings für Aßmann und das eigene Spiel beruhigte sich wieder. Zum Schluss gab es fast eine Duplizität der Ereignisse. Wieder lag Gotha 22:19 vorn. Und wieder kamen die Hausherren nochmal gefährlich bis auf 23:24 heran, auch weil Bierwisch sich bei eigenem Matchball für einen Rollshot entschied, statt mutig durchzuziehen. Ein Angriffspunkt von Eichler zum Ausgleich folgte. Doch dann zeigten zuerst Ridings und beim letzten Ball Bierwisch den erforderlichen Mut und sicherten mit kompromisslosen Angriffen den 27:25 Satzgewinn und damit den insgesamt gesehen, verdienten Sieg.

Gothas MVP an diesem Nachmittag, Zuspieler Krochmann sprach im anschließenden Interview davon, „dass man im 3.Satz plötzlich keine Lösungen mehr gefunden hat und richtig gezittert hatte. In der nahezu gleichen Situation im 4.Satz es dann jedoch besser gemacht habe.“

Auch dem Trainer fiel es nach dem Schlusspfiff schwer das Spiel einzuordnen. „Es war ein von beiden Mannschaften zäh geführtes Spiel. Wir waren im Angriff nicht immer konsequent genug. Da haben die im letzten Satz eingewechselten Spieler neue Impulse gebracht. Ich denke aber, dass die drei Punkte am Ende verdient waren.“

Für die Blue Volleys geht es am kommenden Sonnabend mit einem Heimspiel gegen Frankfurt weiter, ehe am 21.März das große Endspiel um den Staffelsieg beim TV Rottenburg ansteht.

Blue Volleys Gotha mit: Aßmann, Bierwisch, Ducháč, Filippidis, Jansen, Jastrow, Krauße, Krochmann, Ridings, Spankowski, Wagner und Ri.Werner

mehr bluevolleys-NEWS

Auswärtsspiel mit Topspiel-Charakter

Ein entscheidendes Spiel für die Blue Volleys

Blue Volleys Gotha II unterliegen in Dresden trotz Leistungssteigerung