Zwischenziel Playoffs geschafft

Mit zwei 3:0 Heimsiegen gegen den TSV Mimmenhausen (13;20;23) und die VYS Friedrichshafen ( 17;21;15) sicherten sich die Blue Volleys Gotha endgültig die Playoff-Teilnahme.

Beide Spieltage wurden dankenswerter Weise jeweils von wichtigen Sponsoren des Vereins präsentiert und unterstützt. Am Sonnabend war dies die Kreissparkasse Gotha und am Sonntag die Gothaer Stadtwerke Energie GmbH. Trotz des Doppelspieltages fanden beide Spiele vor fast vollem Rang in der Ernestiner SH einen würdigen Rahmen.

In der ersten Begegnung war der TSV Mimmenhausen Gegner der Blue Volleys. Als Tabellenneunter und mittlerweile frei von Abstiegssorgen angereist, wollte die Mannschaft aus dem Bodenseekreis den favorisierten Gastgebern möglichst große Gegenwehr leisten. Das gelang ihnen zumindest phasenweise, wenngleich die Blue Volleys das Spiel eigentlich über die gesamte Spieldauer unter Kontrolle hatten.

Gästetrainer Christian Pampel sah in dieser Konstellation eine Chance für seine Spieler sich, befreit von jeglichem Druck, zu zeigen und das eigene Leistungsvermögen im Wettkampf unter Beweis zu stellen.

Die Gothaer, die in beiden Spielen des Wochenendes endgültig die Playoffs klar machen wollten, begannen druckvoll. Für den erkrankten Kapitän Christoph Aßmann rückte Daniel Ridings auf Außen/Annahme neben Dominik Ducháč in die Startformation. Im Zuspiel erhielt diesmal Finn Jansen Spielzeit und diagonal spielte wieder Jean-Christophe Filippidis. Daneben begannen mit den beiden Mittelblockern Lauritz Jastrow und Tim Wagner und Libero Len Spankowski, der an diesem Tag seinen 24. Geburtstag feierte, bewährte Stammspieler.

Schon kurze Zeit nach dem Anpfiff hatten sich die Blue Volleys einen beruhigenden Vorsprung erspielt, den sie in der Folge routiniert verwalteten. Zuspieler Jansen zeigte gleich zu Beginn mehrfach erfolgreich seine Fähigkeiten im Block, Ducháč ließ immer mal wieder seine „Schlitzohrigkeit“ am Netz aufblitzen und Jastrow sorgte in der Schlussphase mit gefährlichen Aufschlägen für große Probleme in der Mimmenhäuser Annahme. Deutlich mit 25:13 ging so der 1.Satz an die Gothaer.

Auch im folgenden Abschnitt hatten die Hausherren das Spiel weitgehend im Griff. Lediglich TSV-Diagonalangreifer Lukas Baumgärtner sorgte mit seinen Angriffen regelmäßig für Gefahr. Auf Seiten der Gastgeber war es besonders Ridings, der seine Aufstellung mit einer sehr guten Leistung rechtfertigte und auffälligster Gothaer Angreifer war. Belohnt wurde er dafür nach Spielende mit seiner ersten Auszeichnung als MVP.

Mit 25:20 endete der 2.Abschnitt mit einem weiteren Satzgewinn der Blue Volleys.

Auch im letzten Satz gelang den TSV-Spielern, wie in den Sätzen zuvor keine eigene Führung. Die Blue Volleys bauten ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf bis zu neun Punkte aus und das Spiel schien beim 24:17 Matchball für Gotha kurz vor der endgültigen Entscheidung. Doch die Mimmenhäuser wollten davon noch nichts wissen und machten den Satz nochmal richtig spannend. Serienweise verteidigten sie Gothaer Angriffe gekonnt weg und holten Punkt für Punkt auf. So sah sich Trainer Robert Werner gezwungen noch zwei Auszeiten zu nehmen. Die Zuschauer in der Ernestiner SH mussten einige Zeit stehend verbringen, denn die Süddeutschen kamen bis auf 23:24 heran, ehe ein Block von Justus Krauße sie erlöste und für den 25:23 Endstand sorgte.

Auch am Sonntag gab es bei den Gothaern zwei Geburtstage zu feiern. Jean-Christophe Filippidis wurde 20 und auch Physiotherapeutin Peggy Raschke hatte ihren Ehrentag.

Wie Tags zuvor nutzte Gothas Trainer Robert Werner den breiten Kader zur Belastungssteuerung. Mit Diagonalangreifer Ben Bierwisch, Zuspieler Hannes Krochmann und Richard Werner auf Außen/Annahme standen gegenüber dem Vorabend drei neue Spieler in der Anfangsformation. Auf den erkrankten Kapitän Aßmann musste er jedoch, wie schon am Vortag, verzichten.

Bei den Gästen aus Friedrichshafen stellte sich die personelle Situation etwas anders dar. Deren Trainer Adrian Pfleghar hatte nur neun Spieler zur Verfügung, weil ein Teil des Kaders mit der Junioren-Nationalmannschaft unterwegs war, zwei wichtige Spieler mit Zweitspielrecht für den VC Olympia Berlin in der 1. Bundesliga eingesetzt waren und es zudem einige Erkrankte gab. Angesichts dieser Umstände boten die jungen Gästespieler dem Favoriten gute Gegenwehr und zeigten in vielen Situationen ihr vorhandenes Talent.

Ernsthaft gefährden konnten sie die Blue Volleys aber nie, lediglich in einigen Phasen vor Probleme stellen. So hatten die Gothaer Angreifer anfangs einige Schwierigkeiten mit den großgewachsenen Blockspielern der Gäste. Gleich vier Spieler bei den Volley YoungStars wiesen ein Gardemaß von über 2 Metern Körperlänge auf.

Insbesondere im 2.Satz zeigten die Häfler, warum sie im Hinspiel den Gothaern eine schmerzliche 2:3 Niederlage zugefügt hatten. Aus einer beweglichen Feldverteidigung heraus düpierten sie etliche Male Gothas Block. So sah sich Ro.Werner beim Stand von 9:11 zu seiner ersten Auszeit gezwungen. Dennoch gelang es den YoungStars sich danach noch bis zum 15:11 abzusetzen. Doch diese kritische Phase überstanden die Gothaer, glichen zum 16:16 aus und brachten danach den Satz mit 25:21 sicher nach Hause.

Im 3.Abschnitt war der Widerstand der Jungs vom Bodensee dann allerdings gebrochen. Jetzt fanden sie kaum noch Mittel die Angriffe von Bierwisch und Co. zu unterbinden. Mit 25:15 endete der Schlusssatz mit einem deutlichen Ergebnis.

Nach Spielende wurden Hannes Krochmann, der in gewohnter Weise klug Regie führte, und bei den Gästen Außenangreifer Anton Müller vom Geschäftsführer der Gothaer Stadtwerke Energie mit der MVP- Medaille geehrt.

Vor den verbleibenden letzten drei Hauptrundenspielen haben es die Gothaer jetzt selbst in der Hand, von welcher Ausgangsposition man in die Playoffs startet. Von Platz 1. bis 4. ist noch alles möglich. Allerdings warten zumindest mit den Auswärtsspielen bei der TuS Kriftel und beim TV Rottenburg noch zwei harte Auseinandersetzungen mit unmittelbaren Konkurrenten um die Plätze an der Sonne.

Blue Volleys Gotha mit: Bierwisch, Ducháč, Filippidis, Jansen, Jastrow, Krochmann, Krauße, Ridings, Spankowski, Wagner und Ri.Werner

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