Geschafft – Blue Volleys stehen im Finale

Mit einem deutlichen 3:0 (21;15;13) Erfolg im Halbfinal-Rückspiel machten die Blue Volleys Gotha ihren Einzug in das Finale um die erstmals ausgetragene gesamtdeutsche 2.Bundesliga-Meisterschaft perfekt.

So deutlich, wie es die Satzergebnisse vermuten lassen, verlief die Halbfinalbegegnung zwischen den Blue Volleys Gotha und den Enervigo Volleys Dreden anfangs nicht. Die Gäste aus Sachsen, unterstützt von über 50 angereisten Fans aus Dresden, versuchten vom Anpfiff an alles, die Hinspielniederlage noch zu revidieren. Doch die Gothaer waren darauf eingestellt und stemmten sich energisch gegen diese Anfangsoffensive der Gäste. Auch sie lautstark unterstützt vom eigenen Anhang in der restlos ausverkauften Ernestiner SH. So entwickelte sich sofort eine stimmungsvolle aber immer faire Atmosphäre in der Halle, die Zuschauer wie Spieler in ihren Bann zog. Zudem kam, dass der erstmalig in Gotha verlegte Linien freie Bodenbelag für das entsprechende Ambiente sorgte.

Bis in die Mitte des Satzes verlief das Spiel völlig ausgeglichen. Bei den Enervigo Volleys war es da immer wieder Diagonalangreifer Lukas Klapper, der im Angriff und mit seinen Aufschlägen für Gefahr sorgte. Spätestens aber als Gothas Kapitän Christoph Aßmann mit zwei erfolgreichen Angriffen aus einem 16:15 ein 18:15 machte, kippte das Spiel zu Gunsten der Hausherren. Danach bestimmten sie fast nach Belieben den weiteren Satzverlauf. Auch eine kleine Aufschlagserie der Dresdner änderte daran wenig. Dresden fand in der Schlussphase wenig Mittel, die wie aus einem Guss agierende Gothaer Mannschaft zu stoppen. Mit 25:21 sicherten sich die Blue Volleys den wichtigen 1.Satz.

Im folgenden Abschnitt versuchten die Dresdner nochmal alles, um zurück ins Spiel zu kommen. Bis zum 10:11 aus ihrer Sicht gelang das auch. Danach aber war es wieder Aßmann, der mit einem seiner sehr variabel geschlagenen Angriffe und kurz darauf mit einer spektakulären Abwehraktion ein Signal setzte. Dresdens Trainer Peter Hesse reagierte mit einer Auszeit. Ohne die erhofften Wirkung, denn die Gothaer erhöhten weiter die Schlagzahl, brachten jetzt vermehrt ihre Vorteile in der Mitte zum Tragen.

Als nach dem 25:15 der zweite Satzgewinn und damit der Finaleinzug feststand, gab es kein Halten mehr in der Halle. Zuschauer und Spieler feierten gemeinsam diesen historischen Erfolg.

In der folgenden 10-Minuten-Pause gab es zunächst eine Geldübergabe durch den Präsidenten des VC Gotha Marco Reimer an Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch. Es war das Geld aus einer Spendensammlung, die der Verein im Saisonverlauf unter den Zuschauern gemacht hatte. Ziel war und ist es eine Aktion der Stadt für mehr Grün in Gotha zu unterstützen.

Der OB machte dann den Sportlern und Zuschauern Hoffnung auf den Bau einer größeren Sporthalle in Gotha.

In gewohnter Weise gab es dann von ihm noch einen scherzhaften, historischen Bezug zum Spiel. Dass an diesem Abend das herzoglich thüringische Residenzstadt-Team stärker als das königlich sächsische Hauptstadtteam sei.

Mit Gabi Fischer wurde zudem noch eine der aktivsten und wichtigsten ehrenamtlich tätigen Persönlichkeiten im Verein für ihr vielfältiges Engagement unter großem Beifall geehrt.

Der 3.Satz, nun sportlich eigentlich bedeutungslos, nutzten beide Trainer zu zahlreichen Wechseln. Für Gotha stand jetzt die vermutlich jüngste 2.Bundesliga- Mannschaft des Vereins aller Zeiten auf dem Spielfeld. Mit Libero Leonhard Rieder, Mittelblocker Magnus Kühn und Außen/Annahme-Spieler Hannes Krauße standen jetzt gleich 3 sehr junge Spieler aus dem Regionalliga-Team des VC Gotha auf dem Spielfeld. Auch Richard Werner und Jean Christophe Filippidis sind nur wenig älter. Zugleich war nach den Werners mit Justus und Hannes Krauße wieder einmal ein Brüderpaar für Gotha in der 2.Bundesliga im Einsatz. Wie schon im Viertelfinale gegen die TSV Giesen Grizzlys II wusste der „zweite Sechser“ der Blue Volleys zu gefallen und gewann gegen sich nun allerdings komplett aufgebende Dresdner überlegen mit 25:13.

Die Auszeichnung als MVP erhielten die beiden Kapitäne ihrer Mannschaften Paul Schneider für Dresden und Aßmann für Gotha. Besonders dessen Ehrung wurde vom großen Fanclub aus seinem Heimatort Herleshausen lautstark bejubelt.

Leider fiel in die allgemeine Feierlaune in der Halle auch ein Wermutstropfen. Die DVL hat es unverständlicherweise leider versäumt, die Halbfinal-Verlierer für deren in der gesamten Saison gezeigten großartigen Leistungen mit Bronzemedaillen zu ehren. Vielleicht kann das in irgend einer Weise nachgeholt werden.

Wer der Gegner der Gothaer in den Playoff-Finalspielen sein wird, entscheidet sich erst am Sonntagnachmittag. Ob dies der FC Schüttorf 09 oder doch der TV Rottenburg sein wird, gibt Auskunft darüber, ob die Blue Volleys an den kommenden beiden Wochenenden erst zu Hause oder auswärts spielen

Blue Volleys Gotha mit: Aßmann, Bierwisch, Ducháč, Filippidis, Jansen, Jastrow, H.Krauße, J.Krauße, Krochmann, Kühn, Rieder, Spankowski, Wagner und Ri.Werner

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