Ende gut, alles gut

In der ersten Begegnung ihres Doppelspieltages setzten sich die Blue Volleys Gotha gegen starke Gegenwehr der VYS Friedrichshafen mit 3:0 (18;25;27) durch.

Im Spiel gegen die, wie vor jeder Saison runderneuerte Mannschaft der Gäste vom Bodensee, verzichtete Gothas Trainer Robert Werner im Hinblick auf das Sonntagspiel gegen Grafing auf Stammkräfte, wie Kapitän Christoph Aßmann, Ben Bierwisch, Lauritz Jastrow oder Jannik Koßmann. Stattdessen gab es Einsatzzeiten für Jean Christophe Filippidis, Justus Krauße, Tim Wagner, Robin Stolle und Richard Werner. Zuspieler Hannes Krochmann und Libero Len Spankowski bildeten das Rückgrat in dieser ungewohnten Aufstellung.

Die Hausherren führten dennoch schnell mit 5:0 und bestimmten auch im weiteren Satzverlauf meist das Spielgeschehen. Besonders Filippidis nutzte seine Einsatzchance und zeigte gute Angriffsaktionen und erfolgreiche Blocks und auch J.Krauße fand gut ins Spiel. Bei den Jungs vom Bodensee war es immer wieder Mittelblocker Kehdinga Youcheu Kemtchou, der mit seinen wuchtigen Angriffen und Aufschlägen auffiel. Leider verletzte er sich im späteren Spielverlauf am Sprunggelenk und musste ausgewechselt werden.

Wir wünschen ihm von dieser Stelle aus gute Besserung und eine schnelle Rückkehr auf das Volleyballfeld.

In den letzten Spielminuten des 1.Satzes kam auch noch Zuspieler Franz Stückrad für die Blue Volleys zum Einsatz. Am Ende sicherten sich die Gastgeber den Anfangssatz deutlich mit 25:18.

So einfach, den allgemein erwarteten Sieg einzufahren, machten es die jungen Volleyballer aus Friedrichshafen dem amtierenden Meister in den folgenden Sätzen dann allerdings nicht mehr. Vielmehr boten sie dem Favoriten jetzt einen beherzten Kampf. Erstmals im Spiel gingen die Volley YoungStars in Führung und blieben auch in der Folge immer auf Tuchfühlung. Auffälligster Spieler auf Seiten der Gäste wurde zunehmend Noah Althoff, der mit seiner dynamischen Spielweise für höhere Aufgaben in der Zukunft prädestiniert zu sein scheint.

Bei den Blue Volleys klappte in der ungewohnten Aufstellung verständlicherweise nicht alles, so dass die spielfreudigen Häfler sich zwischenzeitlich beim 16:20 und später 18:22 auf bis zu 4 Punkte absetzen konnten. Ro. Werner wechselte dennoch nicht, sondern schenkte den Spielern auf dem Feld weiterhin Vertrauen. Stolle gab dann mit gefährlichen Spinaufschlägen das Aufholsignal. Filippidis brachte mit seinen Angriffspunkten die Gothaer wieder auf 22:23 heran. Ein Doppelblock von Wagner und Fillippidis sorgte für den Ausgleich. Dennoch hatte dann die Friedrichshafener beim 25:24 die Chance zum Satzgewinn, deren Angriff ging jedoch ins Aus. Wenig später sorgte erneut Filippidis mit einem Angriff für den 27:25 Satzgewinn seines Teams.

Auch im 3.Satz forderten die Häfler den Meister weiter. Leider kam es sehr früh in diesem Abschnitt zu der bereits erwähnten Verletzung von Youcheu Kemtchou, der auf dem Fuß seines eigenen Mitspielers landete. Doch auch diesen Verlust kompensierten die Gäste weitgehend und hielten den Satz immer offen. Kurios deren Punkt zum 15:13 als die Häfler einen harten Angriff der Gothaer weit hinter dem Spielfeld verteidigten, während die Gothaer schon ihren vermeintlichen Punktgewinn feierten und Wagner vom zurückkommenden Ball überrascht wurde.

In der Crunchtime lagen dann erneut die Gäste mit 2 Punkten vorn, auch weil Gothas Angreifer etliche Chancen liegen ließen.

Es spricht jedoch für schon zuletzt gezeigten Comeback-Eigenschafte und die mentale Stärke der Blue Volleys, dass sie sich auch diesen Abschnitt am Ende noch mit 29:27 sicherten. J.Krauße und Stolle erzielten mit ihren Angriffen die entscheidenden Punkte.

Nach dem Abpfiff wurde Filippidis erstmals im Gothaer Trikot zum MVP erwählt. Bei den Gästen ging diese Auszeichnung an Kapitän Althoff.

Blue Volleys Gotha mit: Aßmann, Krochmann, Bierwisch, Ri.Werner, Jastrow, Wagner, Stückrad, Spankowski, Filippidis, Stolle, Koßmann, J. Krauße, H. Krauße

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