Rückspiel ist kein Selbstläufer

Trotz des klaren 3:0 Hinspielerfolgs beim TSV Giesen Grizzlys II ist der Halbfinaleinzug in den Playoffs der 2. Bundesliga für die Blue Volleys Gotha vor dem Rückspiel am Sonnabend keineswegs entschieden. Anpfiff der Partie am Sonnabend in der Ernestiner SH ist um 19:00 Uhr.

Um gegen den nach der Hauptrunde Tabellenvierten der Nordstaffel den Einzug in das Playoff-Halbfinale zu schaffen, benötigen die Gothaer Volleyballer am Sonnabend noch einen Punkt oder im ungünstigsten Fall den Gewinn des Golden Set. Sprich, selbst eine 2:3 Niederlage würde zum Erreichen des Halbfinals genügen, eine 0:3 oder 1:3 Niederlage aber den Golden Set zur Folge haben.

Die Gäste aus Niedersachsen, Giesen liegt in unmittelbarer Nähe von Hildesheim, werden trotz der Heimniederlage alles versuchen, in Gotha das Blatt noch zu wenden. Erfahrung hat die 2.Mannschaft des etablierten Erstligisten Helios Grizzlys Giesen dafür genügend. Etliche Spieler haben bereits Erstligaerfahrung oder sind auf dem Weg ins 1.Bundesliga-Team.

In dieser Spielzeit standen bereits Außen/Annahme-Spieler Phil Hotho und Mittelblocker Onno Möller im Kader der 1. Mannschaft. Weitere Spieler, wie Marius Appel, Julian Yingjing Hoyer haben ebenfalls Erstligaerfahrung. Zuspieler Linus Herrmann kennt man noch aus seiner Zeit beim TV Rottenburg. Er wurde im Hinspiel als MVP seiner Mannschaft gewählt. Neben den erfahrenen Akteuren stehen junge Spieler der Jahrgänge 2004 bis 2007 im Kader. Jüngster Spieler ist allerdings Tom Machtens, der nächsten Monat erst 15 Jahre jung wird.

Für die Blue Volleys, die nach dem Hinspielerfolg sicherlich als Favorit in die Partie gehen, wird es darauf ankommen, sicher in der Annahme zu stehen, um das eigene variable Spiel aufziehen zu können. Zudem sollte Gothas Block versuchen die Angreifer der Gäste , wie in Giesen, möglichst gut in den Griff zu bekommen.

Dass die Blue Volleys abgeklärt genug sind, auch in kritischen Phasen den Kopf oben zu behalten, haben sie in den vergangenen Wochen und Monaten mehrfach bewiesen. Zudem spricht die derzeitige Form für die Hausherren. In den letzten 15 Spielen gab es nur eine Niederlage, zuletzt 8 Siege in Folge.

Gothas Trainer Robert Werner geht mit Vorfreude aber auch einem durchaus wachsamen Blick in die Partie. „Wir haben eine gute Ausgangsposition, sollten uns aber trotzdem nicht zu sicher sein. Wir müssen aufpassen, nicht in eine Situation zu geraten, in der es nochmal kritisch werden könnte. Ziel ist ein 3:0 oder 3:1 Sieg und der Einzug ins Halbfinale.Wir wollen auf keinen Fall das bisher Erreichte in den „Sand“ setzen“, sagte er im Vorgespräch.

Für die Gothaer Volleyball-Anhänger steht jedenfalls eine hochinteressante 2. Bundesliga-Begegnung bevor, in der man sich auch ein Bild über die bisher weitgehend unbekannten Teams der 2. Bundesliga Nord machen kann.

Das Spiel ist weitgehend ausverkauft. Wer noch eine der wenigen Restkarten erwerben will, sollte rechtzeitig in der Ernestiner SH erscheinen.

Für alle Anderen besteht wie immer die Möglichkeit das Spiel im Livestream bei DynSport auf www.youtube.com/@dynvolleyball zu verfolgen.

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