Doppelspieltag für die Blue Volleys Gotha. Am Sonnabend ist ab 19:00 Uhr zunächst der TSV Mimmenhausen der Gegner ehe am Sonntag ab 15:00 Uhr die Volley YoungStars Friedrichhafen Gast in der Ernestiner SH sind.
Beide Spieltage werden jeweils von wichtigen Sponsoren des VC Gotha präsentiert. Am Sonnabend übernimmt das die Kreissparkasse Gotha und am Sonntag die Gothaer Stadtwerke Energie GmbH
Pflichtsiege gibt es in dieser ausgeglichenen 2. Bundesliga Süd nicht. Dennoch geht der Gastgeber als Favorit in beide Spiele und will letztlich als Sieger vom Spielfeld gehen.
Denn um sich endgültig für die erstmalig ausgetragenen Playoffs in der 2. Bundesliga zu qualifizieren, benötigen die Blue Volleys aus den verbleibenden fünf Spieltagen theoretisch noch vier Punkte. Praktisch allerdings scheint die Sache gelaufen zu sein, denn der Punktabstand auf die Plätze 5. und 6 ist groß.
Allerdings sind auch die anstehenden Aufgaben gegen Mimmenhausen und Friedrichshafen von Bedeutung.
Denn will man in den Playoffs nicht gleich im Viertelfinale auf eines der beiden besten Teams im Norden treffen, muss man am Ende der Hauptrunde die Plätze 1.oder 2. belegen. Das hätte zudem den großen Vorteil, im Viertelfinale das Rückspiel zu Hause austragen zu können. Auch im Halbfinale hätte das in der Hauptrunde besser platzierte Team dieses Recht.
Entsprechend wichtig ist es für die Gothaer in den Spielen gegen vermeintlich leichtere Gegner keine Punkte liegen zu lassen. Denn mit Auswärtsspielen in Kriftel und Rottenburg haben die Blue Volleys noch ein hammerhartes Restprogramm.
Der TSV Mimmenhausen, das Team von Trainer und vielfachen Ex-Nationalspieler Christian Pampel, spielt bisher eine ausgezeichnete Rückrunde und hat sich mit fünf Siegen in sieben Spielen aus dem Abstiegsstrudel befreit. Besonders der 3:0 Erfolg über Dresden ließ dabei aufhorchen. Inzwischen belegt der TSV als Neunter einen gesicherten Mittelfeldplatz und kann befreit aufspielen. Mit Diagonalangreifer Lukas Baumgärtner, in dieser Saison bereits 8 mal MVP, und den Außenangreifern Joshua Rauber und Bogdan Jalowietzki verfügt der TSV über genug Angriffspower, es jedem Gegner schwer machen zu können. In den vergangenen drei Spielzeiten und auch im Hinspiel gab es allerdings in den gemeinsamen Begegnungen ausschließlich Gothaer Siege.
Etwas anders stellt sich die Situation am Sonntag gegen die Volley Youngstars Friedrichshafen dar. Denn, wie schon in der vergangenen Meistersaison zu Hause erwiesen sich die Volley YoungStars bei der 2:3 Hinspielniederlage erneut als Stolperstein für die Gothaer. Das will das Team von Trainer Robert Werner im Rückspiel am Sonntag natürlich gerade rücken. Einfach wird auch dieses Vorhaben aber nicht.
Erfahrungsgemäß werden die jungen Volleyballer der Stützpunktteams im Saisonverlauf immer besser. Die hohen Trainingsumfänge dieser Mannschaften machen sich dann deutlich bemerkbar. Einige der Spieler konnten darüber hinaus auch in gemeinsamen Trainingseinheiten mit dem Erstligateam des VfB Friedrichshafen Erfahrungen sammeln. Zuletzt gewannen die Häfler in Karlsruhe mit 3:0 und sind derzeit Tabellenelfter. Allerdings ist das Spiel dieser Nachwuchsteams häufig auch von Schwankungen gekennzeichnet, so dass man nie richtig weiß, in welcher Form die jungen Spieler antreten. „Man muss so junge Teams versuchen aus ihrem gewohnten Spiel zu bringen. In richtigen Momenten Breaks schaffen, dann sind sie auch schnell mal verunsichert“, sagte Ro. Werner dazu.
Für die Zuschauer ist es sicherlich interessant, Spieler zu erleben, von denen sicherlich der ein oder andere in Zukunft in der 1. Bundesliga oder auch in der Nationalmannschaft auftauchen wird.
Für die Blue Volleys gilt es also in beiden Spielen hoch konzentriert aufzutreten und mit Kampfgeist aber auch Spielfreude der Favoritenrolle gerecht zu werden und möglichst die Maximalpunktzahl zu holen.
Natürlich hoffen Mannschaft und Trainer dabei auch an beiden Tagen wieder auf große Unterstützung von den Rängen in der Ernestiner SH.
Auch Trainer Robert Werner weiß um die Wichtigkeit beider Spiele. „Es sind zwei Gegner, die wir von der Papierform her schlagen sollten. Aber genau darin liegt auch immer die Gefahr, den Gegner zu unterschätzen. Gerade gegen die Volley YoungStars haben wir diesbezüglich noch eine Rechnung offen.“
Er gehe jedoch zuversichtlich in beide Spiele, betonte er im Vorgespräch.