Ziel erreicht, drei Punkte in Karlsruhe

Mit einem glanzlosen aber nie gefährdeten 3:0 (21;21;17) Erfolg bei den Baden Volleys SSC Karlsruhe II machten die Blue Volleys Gotha einen weiteren Schritt in Richtung der Playoffs.

Die Gothaer gingen gegen den Tabellenneunten als Favorit ins Spiel und wurden dieser Rolle auch gerecht. Allerdings agierten sie über weite Strecken gemäß dem Spruch, wonach „ein gutes Pferd nur so hoch springt, wie es muss“.

Noch bevor der erste Ball flog, mussten die Gothaer wechseln. Trainer Robert Werner hatte versehentlich Jean-Christophe Filippidis statt des eigentlich als Diagonalangreifer vorgesehenen Ben Bierwisch zu Protokoll gegeben, so dass dieser erst eingewechselt werden musste.

Mit Finn Jansen und Richard Werner rückten neben Christoph Aßmann, Lauritz Jastrow, Tim Wagner und Libero Len Spankowski zudem zwei Spieler gegenüber dem Vorwochenspiel gegen Grafing neu in die Startformation der Thüringer.

Die Begegnung begann zunächst ausgeglichen, wenn auch etwas nervös. Karlsruhe, bei denen der erfahrene Felix Roos auf der Diagonalposition gleich zu Beginn einige Akzente setzte, lag anfangs in Führung. Als dann die Gothaer jedoch nach dem 8:8 die Schlagzahl erhöhten und mit erfolgreichen Blocks und guten Angriffen auf 14:9 davonzogen, musste der Aufsteiger die 1.Auszeit nehmen. Den Vorsprung verwalteten die Blue Volleys bis zum Satzende, obwohl auch sie nicht fehlerfrei blieben. Bierwisch sorgte mit einem gekonnten Anschlagen des Blocks für den letzten Punkt zum 25:21 Satzgewinn.

Den 2.Abschnitt begannen die Blue Volleys konzentriert und sorgten mit aufmerksamer Blockarbeit und guten Aufschlägen von Jansen für eine frühe Führung. Bei den Gastgebern schlichen sich jetzt etliche Ungenauigkeiten in das Spiel ein, die die Gothaer routiniert zu eigenen Punkten nutzten. Das gab Trainer Ro. Werner die Möglichkeit zu einem weiteren Wechsel. Er brachte Daniel Ridings, der in der Folge seine Sache gut machte, für Kapitän Aßmann. Die Gäste behaupteten meist einen 5 bis 6 Punkte Vorsprung. Lediglich in der Satzmitte mussten sie noch eine kritische Phase überstehen als die Eigenfehlerquote anstieg und Karlsruhe beim 14:17 bis auf drei Punkte herankam. Auch eine Auszeit konnte den Lauf der Badener zunächst nicht unterbrechen und diese waren beim 16:17 sogar bis auf einen Punkt ran. Zwei erfolgreiche Angriffe von Bierwisch und Jastrow sorgten dann für Entwarnung bei den Blue Volleys. Ein sehenswerter Spielzug nach blitzsauberer Annahme von Libero Spankowski, einem kurzen schnellen Pass von Jansen und einem harten Angriff von Wagner beendete den 2.Abschnitt zum 25:21.

Auch im Schlusssatz erwischten die Blue Volleys den besseren Start. So sahen sich die Hausherren zu einer frühen Auszeit gezwungen. Die Partie wirkte jetzt phasenweise zerfahren und nicht auf höchstem Niveau. Die Gothaer bauten ihren Vorsprung aus und hatten das Spiel jedoch jederzeit unter Kontrolle. Bei den Baden Volleys waren Roos und Außenangreifer Loris Centrone mit schönen Einzelaktionen die auffälligsten Akteure ohne dabei jedoch die Gäste ernsthaft in Gefahr zu bringen. Beim Stand von 15:8 konnte so Ro. Werner noch Nachwuchsspieler Magnus Kühn, aus Gothas Regionalliga-Team, für Wagner bringen. Dieser trug sich in der Schlussphase mit schönen Angriffen noch zweimal in die Scorerliste ein. Mit 25:17 ging auch der letzte Satz deutlich an die Blue Volleys.

Mit Finn Schönfeldt auf Karlsruher Seite und Gothas Spankowski wurden beide Liberos als jeweilige MVP ihrer Teams geehrt.

„Wir waren heute nie wirklich in Gefahr. Karlsruhe hat es uns phasenweise leicht gemacht unser Spiel durchzusetzen, obwohl wir nicht auf unserem höchsten Level gespielt haben. Am Ende zählen die drei Punkte“, brachte Ro. Werner es nach dem Spiel auf den Punkt.

Punktgleich mit dem Tabellenführer TV Rottenburg liegen die Gothaer jetzt auf dem 2.Platz und können am kommenden Wochenende in den Heimspielen gegen den TSV Mimmenhausen und die VYS Friedrichshafen die Playoffs endgültig fix machen.

Blue Volleys Gotha mit: Aßmann, Bierwisch, Ducháč, Filippidis, Jansen, Jastrow, Krochmann, Kühn, Ridings, Spankowski, Wagner und Ri.Werner

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