Als Tabellenführer in die Feiertagspause

Nach einem umkämpften 3:1 (18,23;-26;21) Sieg über die L.E.Volleys verabschieden sich die Blue Volleys Gotha als Tabellenführer in die Wettkampfpause über die Feiertage.

Dass der Meister des Vorjahres auch in dieser Spielzeit ganz oben mitspielen und einen der zu vergebenden vier Play-Off-Plätze erreichen will, war vor Saisonbeginn schon klar. Jetzt steht man zur Saisonmitte sogar auf dem 1.Tabellenplatz, wenngleich der TV Rottenburg mit einem Spiel weniger nur zwei Punkte dahinter liegt.

Um diesen Spitzenplatz zu erreichen, mussten die Gothaer 2.Bundesliga-Volleyballer allerdings am Sonntagnachmittag nochmal alles geben, um die stark aufspielenden Gäste aus Leipzig zu schlagen.

In der bis auf den letzten Stehplatz restlos gefüllten Ernestiner SH gingen die L.E.Volleys zunächst in Führung. Bei Leipzig von Beginn an mit vielen guten Aktionen dabei, der inzwischen 38-jährige Paul Lohrisch, der zwischen 2008 und 2011 für den VC Gotha in der 1. und 2.Bundesliga spielte. Der 1.Satz verlief lange Zeit ausgeglichen. Keinem Team gelang es, sich entscheidend abzusetzen, weil beide aus einer sicheren Annahme und guten Block-Feldverteidigung heraus punkteten.

Dann gelang es den Gothaern aus einem 12:11 eine 16:12 Führung zu machen. Besonders Dominik Ducháč fiel in dieser Phase durch extrem harte Angriffe auf. Diesen Rückstand konnten die Leipziger in der Folge nicht mehr aufholen und mussten den Anfangssatz mit 18:25 an die Hausherren abgeben.

Auch der 2.Abschnitt begann, wie alle Sätze in diesem Spiel, mit einer 1:0 Führung der L.E. Volleys. Danach bewegten sich beide Teams nahezu auf Augenhöhe. Bei den Leipzigern, bei denen der erst 17-jährige Zuspieler Julius Roscher gekonnt Regie führte und für seine Leistung mit der Auszeichnung zum MVP belohnt wurde, setzten besonders Diagonalangreifer Yannick Siebeck und Außenangreifer Cedrik Moede im Angriff Akzente. Bei Gotha, wo erneut Finn Jansen den nach seiner Verletzung wieder genesenen Hannes Krochmann im Zuspiel vertrat, war wieder die gute Annahme die Basis für das variable Angriffsspiel. So boten beide Mannschaften den Zuschauern ein intensiv geführtes und interessantes Spiel. Zwischenzeitlich gab Krochmann im Rahmen eines Diagonalwechsels unter großem Beifall des Publikums, sein Einsatzdebüt nach überstandener Verletzung. Den Schlusspunkt im Satz zum 25:23 für die Blue Volleys setzte dann Lauritz Jastrow mit einem Schnellangriff.

Der folgende Satz verlief ebenfalls lange Zeit ausgeglichen. Bis zum 19:18 für die Gothaer war alles offen. Dann verloren die Hausherren etwas ihre spielerische Linie. Auch der Block fand jetzt nicht mehr den gewohnten Zugriff. Gefährliche Aufschläge von Roscher und Moede schoben jetzt das Momentum auf die Leipziger Seite. Beim 24:21 hatte Leipzig die ersten Satzbälle. Drei Gothaer Punkte, davon zwei Aufschlagpunkte von Ben Bierwisch, brachten wieder den Gleichstand. Die L.E. Volleys aber hielten dagegen und holten sich letztlich den Abschnitt nicht unverdient mit 28:26.

Im folgenden Abschnitt schien es zunächst so, als ob die Sachsen nahtlos an diesen Satzgewinn anschließen könnten. Erneut starke Aufschläge von Roscher sorgten für deren frühe 3:0 Führung. Die Gothaer reagierten nervös und lagen wenig später sogar mit 5:10 zurück. Es spricht jedoch für das derzeitige Selbstverständnis der Blue Volleys, dass man auch in solchen kritischen Situationen Vertrauen in das eigene Spiel hat. Punkt für Punkt kämpfte man sich wieder heran und hatte beim 14:14 den Ausgleich geschafft. Die Einwechslung von Krochmann für den keinesfalls enttäuschenden Jansen setzte dabei wohl mehr psychologische Impulse. Leipzig ging beim 19:18 ein letztes Mal in Front. Danach übernahmen die Hausherren aber endgültig wieder die Spielkontrolle. Die Abwehr stand, der Block funktionierte und den Rest besorgten Kapitän Christoph Aßmann, Lauritz Jastrow und besonders der spätere MVP Bierwisch. Er war es auch der mit einem brachialen Aufschlagass für den umjubelten 25:21 Endstand sorgte.

Auch der langjährige Gothaer Diagonalangreifer Erik Niederlücke lobte bei seinem Besuch in Gotha seine ehemaligen Mitspieler. „Besonders die Block/Feldverteidigung der Blue Volleys sei hervorragend“, betonte er als zwischenzeitlicher Livestream-Kommentator.

Für das Team von Trainer Robert Werner geht es nun in eine verdiente 3-wöchige Pause über die Feiertage, ehe am 10.Januar das nächste Heimspiel gegen den SV Schwaig ansteht.

Blue Volleys Gotha mit: Aßmann, Bierwisch, Ducháč, Filippidis, Jansen, Jastrow, Krauße, Krochmann, Kühn, Ridings, Rieder, Spankowski, Wagner und Ri.Werner

mehr bluevolleys-NEWS

Doppelspieltag am Bodensee

Blue Volleys Gotha II feiern 3:1-Heimsieg und verteidigen Tabellenplatz 2

Blue Volleys zeigen geforderte Reaktion