Blue Volleys zeigen geforderte Reaktion

Nach einem mitreißenden Spiel gegen die Baden Volleys SSC Karlsruhe II sind am Ende die Blue Volleys mit ihrem 3:0 (15;20;14) Erfolg der verdiente Sieger.

Trainer Robert Werner hatte nach der Niederlage in Grafing am vergangenen Spieltag eine Reaktion der Mannschaft gefordert. Diese Reaktion lieferten die Gothaer 2.Bundesliga-Volleyballer am Samstagabend in der bis auf den letzten Platz gefüllten Ernestiner SH in überzeugender Weise.

Mit einer Personalie in der Startaufstellung überraschte Gothas Trainer gleich zu Beginn selbst. Auf der wichtigen Diagonalposition begann diesmal der sonstige Außen/Annahmespieler Ben Bierwisch. Ein Schachzug der voll aufging. Bierwisch brachte mit seinen Angriffen mehr Dynamik und eine bessere Chancenverwertung in das Spiel der Hausherren.

Die Partie gegen den bisherigen Tabellendritten brauchte keine Anlaufzeit. Beide Teams lieferten sich zu Beginn einen offenen Schlagabtausch. Gekennzeichnet von hervorragenden Abwehraktionen beider Teams kam es zu vielen langen Ballwechseln, die sofort für beste Stimmung in der Halle sorgten. Bis zum Stand von 13:13 konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Beim 10:12 musste Ro. Werner sogar die 1.Auszeit im Spiel nehmen. Seine Ansprache löste dann offensichtlich die letzten Blockaden im Gothaer Spiel. Denn von nun an bestimmten die Gastgeber weitgehend das Geschehen auf dem Spielfeld. Eine überragende Blockarbeit und gelungene Spielzüge mit erfolgreichen Abschlüssen sorgten zunächst für den Ausgleich und danach für den kontinuierlichen Ausbau der Führung der Blue Volleys.

Bei den Gothaern gab es an diesem Tag gleich zwei Geburtstagskinder. Zuspieler Finn Jansen feierte seinen 21. und Mittelblocker Lauritz Jastrow seinen 25.Geburtstag. Beide belohnten sich mit guten Leistungen und dem Sieg am Ende selbst und waren maßgeblich am positiven Spielverlauf beteiligt.

Bei den Gästen machte sich das Fehlen von Diagonalangreifer Felix Roos und Zuspieler Denir Hadzic jetzt zunehmend bemerkbar. Am Ende des 1.Satzes stand dann ein deutlicher 25:15 Satzgewinn der Blue Volleys zu Buche.

Im 2.Abschnitt zeigten sich die Badener zunächst gut erholt vom Satzverlust zuvor. Mit guter Abwehrarbeit gelang es Karlsruhe immer wieder auch gute Angriffe der Gothaer zu entschärfen und damit den Satz zumindest offen zu halten. Dennoch lagen die Thüringer fast durchgängig mit einigen Punkten vorn, auch weil es an diesem Tag keinen Ausfall im Team gab. Beide eingesetzten Außenangreifer Christoph Aßmann und Dominik Ducháč zeigten ihre bisher wohl beste Saisonleistung. Sie nahmen sehr sicher an und punkteten regelmäßig im Angriff und im Block. In der Mitte bildeten Jastrow und Tim Wagner ein Blockbollwerk und waren auch im Angriff immer wieder erfolgreich. Finn Jansen, der wieder den verletzten Hannes Krochmann im Zuspiel vertrat, merkte man sein gewachsenes Selbstbewusstsein an. Er war der Regisseur des Gothaer Spiels. Und „last but not least“ war Libero Len Spankowski in gewohnter Weise der Fels in Gothas Annahme und Abwehr.

Wenn auch knapper als im Satz zuvor ging auch der 2.Abschnitt mit 25:20 an die Blue Volleys.

Der Schlusssatz war dann eine durchgängige Machtdemonstration der Hausherren. Nahezu fehlerlos beherrschte man das Spielgeschehen. Spektakuläre Aktionen sorgten zwischenzeitlich für Beifallsstürme auf der Tribüne in der Ernestiner SH.

Karlsruhe wechselte mehrfach, ohne jedoch den Spielfluss der Blue Volleys unterbrechen zu können. Ro. Werner brachte im Satzverlauf noch Justus Krauße und Richard Werner, die sich nahtlos in das überzeugende Spiel ihrer Mannschaft einfügten. Bierwisch sorgte weiterhin mit seinen spektakulären Angriffen und gefährlichen Spinaufschlägen häufig für ein Raunen in der Halle und wurde nach dem Abpfiff zu Recht als Gothaer MVP geehrt.

Auf Karlsruher Seite war es Libero Fynn Schönfeldt, der diese Ehrung erhielt.

Den Baden Volleys gelangen jetzt nur noch Einzelaktionen, die für etwas Entlastung sorgten. Mit einem Schnellangriff zum 25:14 sorgte Jastrow dann an seinem Geburtstag für die letzte Aktion und einen schönen Abschluss.

Mit diesem Sieg rücken die Gothaer vor dem Sonntagsspiel auf den 3.Platz mit nur zwei Punkten Rückstand auf den führenden TV Rottenburg vor. Für die Blue Volleys geht es nun mit drei Auswärtsspielen weiter, ehe am 13.Dezember in der Ernestiner SH das Topspiel gegen die Rottenburger ansteht.

Blue Volleys Gotha mit: Aßmann, Bierwisch, Ducháč, Filippidis, Jansen, Jastrow, Krauße, Maisch, Ridings, Spankowski, Wagner und Ri.Werner

Wahl der Thüringer Sportler des Jahres 2025 mit den Blue Volleys Gotha als Kandidaten für die Mannschaft des Jahres. Onlineabstimmung auf www.thueringer-sportlerwahl.de noch bis zum 15.Dezember 2025.

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