Rund fünfzig Volleyballanhänger und etliche Medienvertreter nutzten die Gelegenheit die zweistündige Trainingseinheit zu verfolgen. Trainer Jörg Schulz hatte dafür extra Übungsformen ausgewählt, die alle Spielelemente beinhalteten und gleichzeitig auch für die Zuschauer unterhaltsam waren. Deutlich wurde dabei auch für den Außenstehenden, dass die Mannschaft weiter an individueller Klasse gewonnen hat und es menschlich passt.
Mit Marcel Herrmann und Sven Kellermann präsentierten sich auch zwei Gothaer Eigengewächse, die in Gotha das Volleyballspielen erlernten, dann für einige Jahre als Juniorenauswahlspieler zum VC Olympia Berlin wechselten und seit 2007 wieder für den VC Gotha aufschlagen.
Mit ihnen sprach am Rande der Medienverantwortliche beim VC Gotha, Wolfgang Mengs.
Marcel und Sven Ihr beiden seid mittlerweile die „Altgedienten“ beim VC Gotha. Hättet Ihr vor drei Jahren, als Ihr vom VC Olympia Berlin zurück nach Gotha kamt, geahnt, dass der VC drei Jahre später in der 1.Bundesliga spielen würde?
Marcel: Geahnt nicht aber gehofft. Es gab damals die Aussage der Verantwortlichen, dass der VC bis 2012 den Aufstieg in die 1.Liga anstrebt. Dass es dann so schnell ging, hätte ich nicht gedacht.
Sven: Nein, das hätte ich nicht geahnt, zumindest nicht so schnell. Ich freue mich über den Aufstieg und bin gespannt, was passiert.
Worauf führt Ihr diese Entwicklung zurück?
Marcel: Die Mannschaft hat sich schrittweise durch bessere Spieler verstärkt. Außerdem machten sich die höheren Trainingsumfänge bemerkbar. Wenn man mehr als die Gegner trainiert, zahlt sich das irgendwann aus.
Sven: Auf das Engagement im gesamten Umfeld und den Trainer. Er hat mit seinen pädagogischen Fähigkeiten aus jungen, hungrigen Spielern im Lauf der Jahre die Mannschaft geformt.
Die 1.BL stellt nun noch höhere Anforderungen hinsichtlich der Trainingsumfänge und des zeitlichen Aufwands. Wie werdet Ihr das hinbekommen?
Marcel: Es ist schon eine große Belastung. Ich bin ja der Einzige, der noch nebenher arbeitet. Ich arbeite derzeit wöchentlich 25 Stunden in der Verwaltung der Gothaer Heliosklinik und absolviere dazu zehn Trainingseinheiten. Das ergibt regelmäßige 10 bis 12 Stundentage.
Sven: Die Doppelbelastung aus Schule bzw. Studium und Sport bin ich gewohnt. Mein Studium will ich als Teilzeitstudium fortsetzen.
Wie habt Ihr euch in der Punktspielpause fit gehalten?
Marcel: Ich hatte etliche private Dinge zu klären und wollte vor allem auch etwas Abstand vom Volleyball. Deshalb habe ich mich nur durch Jogging fit gehalten.
Sven: Mit Fußball, Tennis und Krafttraining. Volleyball habe ich nur „Just for fun“ mit Freunden gespielt. Leider war ich auch einige Wochen krank.
Welche sportlichen Erwartungen und Ziele habt Ihr für die kommende Saison?
Marcel: Ich denke wir können uns im unteren Mittelfeld einordnen und wollen den Klassenerhalt sichern.
Sven: Ziel ist es die 1.Liga zu halten. Ich denke, das können wir schaffen, weil auch die neue Mannschaft zu passen scheint.
Während Ihr in den Vorjahren Stammspieler ward, habt Ihr nun erfahrene Konkurrenten auf Euren Positionen. Welche Chancen rechnet Ihr euch aus, trotzdem zur Startformation zu gehören?
Marcel: Ich bin durch Konkurrenz in der Vergangenheit immer besser geworden. Ich rechne mir deshalb schon Chancen aus, meinen Stammplatz zu verteidigen.
Sven: Ich denke, ich habe durchaus Chancen auf einen Stammplatz. Auf der Bank will ich jedenfalls nicht sitzen.
Ich danke Euch für das Gespräch und wünsche Euch viel Erfolg und Gesundheit.
(Foto:VC Gotha, Michel Mallon)
Geschrieben von: Wolfgang Mengs













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